Welche Regionen sind am stärksten von der Klimakrise betroffen?
Die Wissenschaft belegt klar: Die Klimakrise ist menschengemacht.¹ Die Erde ist heute rund 1,4 °C wärmer.² Die Folgen: veränderte Temperaturen und Niederschlag. Extremwetter, wie Fluten, haben sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht.³ Lebensgrundlagen werden knapper, Krankheit und Vertreibung nehmen zu.
Besonders betroffen sind ohnehin benachteiligte Regionen.⁴ Denn Klimarisiken sind ungleich verteilt: Regionen sind unterschiedlich von Naturgefahren (wie Fluten) betroffen und ihre Möglichkeiten zur Anpassung (wie Dämme) variieren stark. Bereits heute fehlt ärmeren Ländern Geld für Anpassung, und Grenzen der Anpassung werden erreicht,⁵ so dass Verluste und Schäden zunehmen. 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen sind stark gefährdet - besonders in Regionen im Globalen Süden, wie die Grafik unten zeigt: In West-, Zentral- und Ostafrika, Süd- und Südostasien, Mittel- und Südamerika, vielen Inselstaaten und in der Arktis. Die Verwundbarkeit steigt u.a. durch globale Ungleichheiten, schwache Versorgungssysteme, Konflikte, schlechte Regierungsführung und klimaanfällige Lebensgrundlagen, wie kleinbäuerliche Landwirtschaft. Die Verwundbarkeit hängt neben den örtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen auch von persönlichen Faktoren ab: so sind beispielsweise ärmere, ältere, junge und ausgegrenzte Menschen oft besonders schutzlos.
Besonders betroffen sind ohnehin benachteiligte Regionen.⁴ Denn Klimarisiken sind ungleich verteilt: Regionen sind unterschiedlich von Naturgefahren (wie Fluten) betroffen und ihre Möglichkeiten zur Anpassung (wie Dämme) variieren stark. Bereits heute fehlt ärmeren Ländern Geld für Anpassung, und Grenzen der Anpassung werden erreicht,⁵ so dass Verluste und Schäden zunehmen. 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen sind stark gefährdet - besonders in Regionen im Globalen Süden, wie die Grafik unten zeigt: In West-, Zentral- und Ostafrika, Süd- und Südostasien, Mittel- und Südamerika, vielen Inselstaaten und in der Arktis. Die Verwundbarkeit steigt u.a. durch globale Ungleichheiten, schwache Versorgungssysteme, Konflikte, schlechte Regierungsführung und klimaanfällige Lebensgrundlagen, wie kleinbäuerliche Landwirtschaft. Die Verwundbarkeit hängt neben den örtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen auch von persönlichen Faktoren ab: so sind beispielsweise ärmere, ältere, junge und ausgegrenzte Menschen oft besonders schutzlos.

Zukünftig werden viele Klimagefahren stärker. 1,5 °C Erwärmung wird vermutlich bald erreicht.⁷ Wiederum ist die ganze Welt betroffen, aber den Globalen Süden trifft es am stärksten. Beispielsweise werden vor allem sub- und tropische Regionen wie Teile Afrikas, Süd- und Südostasiens sowie das Amazonasgebiet von extremer Hitze betroffen sein, ebenso Küstenregionen und kleine Inselstaaten durch Meeresspiegelanstieg, Gebirgs- und Polarregionen durch Gletscherschmelze und Permafrostverlust, sowie Teile Zentral- und Südamerikas durch zunehmende Dürre, Trockenheit und Brandwetterlagen.⁸
Ganz wichtig: Jedes weitere Zehntelgrad Erwärmung verschärft Risiken und kann unumkehrbare, abrupte und weitreichende Veränderungen auslösen.⁹ Wie ein Glas, das langsam über den Tischrand geschoben wird, hat das Erdsystem sensible Bereiche (wie Eisschilde), die bei Überschreiten von Schwellen „kippen“ können und dadurch schwerwie-gende Veränderungen auslösen (wie unaufhaltsames Eisschmelzen und den damit ver-bundenen Meeresspiegelanstieg). Mit der aktuell umgesetzten Politik würde die Welt auf etwa 2,8 °C bis 2100 zusteuern.¹⁰ Das ist leider weit entfernt von der Einhaltung der so wichtigen 1,5 °C- bzw. 2,0 °C-Ziele des Pariser Abkommens, welche das Kippen solcher Punkte weniger wahrscheinlich machen würden.
Quellen:
(1) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(2) World Meteorological Organization (WMO) (2025): State of the Global Climate 2024. Link zur Quelle.
(3) World Meteorological Organization (WMO) (2025): Atlas of Mortality and Economic Losses from Weather, Climate and Water-related Hazards. Link zur Quelle.
(4) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(5) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(6) Hossein Ayazi and Elsadig Elsheikh (2023): Climate Refugees: Facts, Findings, and Strategies for ‘Loss and Damage’. Link zur Quelle.
(7) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(8) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(9) Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) (2023): Kippelemente – Großrisiken im Erdsystem. Link zur Quelle.
(10) UN Environment Programme (UNEP) (2025): New climate pledges only slightly lower dangerous global warming projections. Link zur Quelle.
(2) World Meteorological Organization (WMO) (2025): State of the Global Climate 2024. Link zur Quelle.
(3) World Meteorological Organization (WMO) (2025): Atlas of Mortality and Economic Losses from Weather, Climate and Water-related Hazards. Link zur Quelle.
(4) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(5) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(6) Hossein Ayazi and Elsadig Elsheikh (2023): Climate Refugees: Facts, Findings, and Strategies for ‘Loss and Damage’. Link zur Quelle.
(7) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(8) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (2023): AR6 Synthesis Report: Climate Change 2023. Link zur Quelle.
(9) Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK) (2023): Kippelemente – Großrisiken im Erdsystem. Link zur Quelle.
(10) UN Environment Programme (UNEP) (2025): New climate pledges only slightly lower dangerous global warming projections. Link zur Quelle.